Therapieformen
Für das körperliche und geistige Wohlbefinden.
Die Heilbäder und Kurorte in Franken bieten eine Vielzahl von Therapieformen für verschiedene Bedürfnisse. Von klassischen Kuren wie der Thermalbad- oder Kneippkur über moderne Ansätze wie die Schroth-Kur bis hin zu speziellen Programmen wie der Vater/Mutter-Kind-Kur ist für jeden etwas dabei.


Thermal- / Sole-Badekur
Wasser - sanft und heilend
Bewegung im Wasser ist eine Urerfahrung. Aber auch das heilende Bad gehört zu jeder hoch entwickelten Kultur. So errichteten die Römer Bäderkomplexe, so weit sich ihr Imperium dehnte, und legten damit auch den Grundstein für die Heilbad-Tradition in Bayern.
Bayerns Heilbäder und Kurorte bieten auch für Ihre Bedürfnisse die richtige Badekur mit fluoridhaltigen Wässern und Mineralquellen. Mit heißen Natrium-Hydrogencarbonat-Chlorid-Quellen und mit durch geologische Prozesse beim Auffalten der Alpen am Fuß von Europas Hochgebirge entstandenen zahlreichen Mineral-, Schwefel- und Jodquellen.
Mineralbäder wirken beruhigend und ausgleichend auf den Organismus. Sie lindern Erkrankungen von Gelenken, Muskulatur und lösen Verspannungen. Solebäder eignen sich wegen ihrer zusätzlichen Auftriebskraft besonders gut für die passive Bewegungstherapie bei Fehlhaltungen und Rheuma. Sole kann aber auch in Verbindung mit der Phototherapie den Heilungsprozess von Hauterkrankungen positiv beeinflussen.

Klimakur
Bei einer Klimakur setzt sich der Patient einerseits mit dem jeweiligen Wetter und andererseits mit der Umgebung und der Topographie der Landschaft auseinander.
Klimatherapie ist die Behandlung Kranker durch Veränderung der physikalischen und chemischen Einwirkungen ihrer Umgebung. Das Grundprinzip der Klimatherapie basiert auf zwei Gesichtspunkten: Der Schonung beziehungsweise Entlastung und der Anpassung an natürliche Umweltfaktoren.
Schonung und Entlastung fördert dabei der Aufenthalt in einem Klima, das frei von Luftverunreinigungen, zum Beispiel Allergenen oder belastenden atmosphärischen Bedingungen wie Schwüle ist. Einen Reiz stellen dagegen Sonne und Licht, Höhenunterschiede und damit veränderte klimatische Bedingungen (unter anderem verminderter Sauerstoffpartialdruck) sowie Wind und Kälte dar.
Die verschiedenen Formen der Klimakur beschränken sich auf bestimmte Arten von Krankheiten; diese Kur zielt nicht nur auf die Verbesserung eines reduzierten allgemeinen Gesundheitszustandes ab, sondern berücksichtigt die besonderen Probleme und Bedürfnisse der jeweiligen Patienten.

Kneippkur
Ob bei Herz- und Kreislaufbeschwerden, Rheuma, Rückenschmerzen, Allergien oder als Vorbeugung − Kneippen ist Trend und vor allem wohltuend. Nach der Kneippkur fühlt man sich rundherum wohl und sehr vital. Die nachweislich erfolgreiche und wissenschaftlich bestätigte Wirkungsweise der klassischen Kneipp-Therapie beruht auf dem Zusammenspiel von fünf Elementen:
- Hydrotherapie: Das Wasser dient als Vermittler von Temperaturreizen. Hierdurch werden im Körper Reaktionen im Bereich der Blutgefäße, des Stoffwechsels und der Muskulatur bewirkt. Die Folge sind verbesserte Durchblutung, Entschlackung und allgemeine Entspannung. Zu dieser Anwendungsform, von der es inzwischen über hundert verschiedene Variationen gibt, gehören Güsse, Bäder, Waschungen, Wickel und Packungen. Wiederholte Anwendungen dieser Art bewirken einen Trainingseffekt, der zur Abhärtung führt. Die Infektanfälligkeit wird vermindert und allgemeines Wohlbefinden erreicht.
- Bewegungstherapie: Sie beinhaltet das Wechselspiel zwischen Belasten und Ausruhen. Die Mobilisierung bewirkt eine Verbesserung der Funktionen des Bewegungsapparates, ein Training von Herz-Kreislauforganen und eine Normalisierung krankhafter Stoffwechselwerte. Außerdem begünstigt sie die geistige Leistungsfähigkeit und fördert die seelische Entspannung. Nicht zuletzt stärkt eine gezielte Bewegungstherapie auch das Immunsystem. Neben verschiedenen Massageformen zählen besonders die aktiven Bewegungsformen, wie Wandern, Radfahren, Schwimmen, aber auch Golf und Tennis, zu den Inhalten der Bewegungstherapie.
- Phytotherapie: Diese Behandlung mit pflanzlichen Zubereitungen besitzt eine große therapeutische Vielfalt, eine sanfte Wirkung, hat selten Nebenerscheinungen und eignet sich deshalb besonders auch zum längerfristigen Einsatz. Die Therapie mit Heilkräutern kennt man schon seit dem Altertum. Der Nachweis ihrer Wirksamkeit wurde aber erst durch neuzeitliche Untersuchungsverfahren möglich.
- Ernährungstherapie: Die Ernährung ist korrekt, wenn sie den Kalorienbedarf deckt und alle notwendigen Nährstoffe in der ausreichenden Menge und dem richtigen Verhältnis enthält. Sie beeinflusst den Organismus wesentlich in seiner Struktur und Funktion, am meisten aber bezüglich des Stoffwechsels. Viele Zivilisationserkrankungen sind deshalb auch durch Fehlernährung mitbedingt. Neben den angepassten Diäten soll die Ernährung ausgewogen sein; hierzu eignet sich am besten eine hochwertige, möglichst naturbelassene Vollwert- und Basiskost. Heilpflanzen werden in Form von Teezubereitungen, Säften, Dragees, aber auch als Badezusätze, ätherische Öle und Salben verwendet.
- Ordnungstherapie: Die Strukturierung der äußeren und inneren Lebensordnung ist das Kernstück der Kneippschen Ganzheitstherapie. Das Vermeiden von Risikofaktoren, Genussgiften und Reizüberflutung ist ebenso bedeutsam wie das Wiedererlangen des seelischen Gleichgewichts. Dazu eignen sich die bekannten Entspannungs- und mentalen Stärkungstechniken wie Autogenes Training, Yoga, Qi Gong, Atemtherapie u.s.w. Aktive Lebensgestaltung führt nicht nur zu körperlichem Wohlbefinden, sondern auch zu mehr Lebensfreude und Aufnahmefähigkeit für die wesentlichen Dinge im Leben.

Moorkur
Unter den Oberbegriff Moorkur fallen alle Behandlungen mit feinkörnigen und gemahlenen Stoffen, die durch komplexe biologische oder geologische Prozesse mit gesundheitsfördernden Substanzen angereichert sind. Dazu gehören Therapien mit Moor, Fango oder Heilschlämmen.
Moor- und Fangopackungen wärmen gezielt bestimmte Körperregionen – etwa zur Behandlung von rheumatischen Schmerzen.
Komplette Moor- und Fangobäder werden bei Gelenkschmerzen und Rheuma, bei Frauenleiden und hormonellen Störungen sowie Stress und Störungen des vegetativen Nervensystem eingesetzt. Sie geben ihre Wärme aufgrund der hohen Speicherfähigkeit langsam und gleichmäßig an den Körper ab und erreichen so auch tief liegende Organe und Muskeln. Die Wärme hilft, die verspannte Muskulatur zu lockern, den Schmerz zu lindern und die Beweglichkeit der Gelenke zu fördern. Jede Moorbehandlung ist darüber hinaus natürliche Kosmetik, die ihre Haut porentief reinigt und pflegt.
Heilende Torferden entstehen durch Torfmoose, die an der Bodenoberfläche als dichter Teppich wachsen. Die durch das Wachstum vom Tageslicht und vom Sauerstoff abgeschlossenen Teile der Moose verwandeln sich unter dem auf ihnen lastenden Druck in Torferden. Dieser Humus ist ein unübertrefflicher Wasser- und Temperaturspeicher.
Außerdem ist er hoch angereichert mit wohltuend wirkenden Säuren und kaum gebundenen Mineralien. Für die Moorbehandlung werden die Torfe gestochen, zerkleinert und unmittelbar vor der Anwendung mit Wasser, vielerorts sogar mit lokalem Thermalwasser versetzt. Die dadurch entstandene Masse wird dann auf 40 - 50 °C erhitzt.
Fango bezeichnet nichtorganische Substanzen, also Gesteine wie Ton, Mergel, Kalke oder vulkanische Tuffe der Mittelgebirge, die zerrieben oder gemahlen und dann aufgeschlämmt wurden. In erhitzten oder gekühlten "Packungen" werden sie auf die Schmerzzentren aufgetragen.
Torfe und heilende Gesteine werden in der Nähe von zahlreichen Heilbädern und Kurorten abgebaut.
Heilanzeigen:
Rheuma * Frauenleiden * Arthrose * Ischias * Gicht * periphere Durchblutungsstörungen * Bandscheibenschäden
Zusätzliche Heilanzeigen:
Nichtoperative Behandlung von Prostata- und Blasenleiden

Schroth-Kur
Die Schrothkur ist ein seit vielen Jahren erfolgreich angewandtes Naturheilverfahren. Natürliche Reize in Form von Ernährung und Nahrungsenthaltung, Trinken und Nichttrinken, Wärme und Kälte, Bewegung und Ruhe, Licht und Luft kommen zur Anwendung. Diese medizinischen Reize dienen dazu, die körpereigenen Ordnungs- und Heilkräfte zu wecken.
Die vier Schroth'schen Säulen
1. Die Schroth'sche Diät
Die Schrothkur hat nichts mit „Körneressen“ zu tun. Das „Herzstück“ der Schrothkur, die Schroth'sche Diät, basiert auf die Jahrtausende alten Prinzipien des Heilfastens. Der Gast bekommt eine kalorienreduzierte, überwiegend basische Kost ohne tierisches Eiweiß und Fett, die praktisch salzfrei ist.
Die Kost muss so reizarm wie möglich sein, um den Verdauungsprozess einfach und unbelastet ablaufen zu lassen. Nur gekochtes Gemüse und Obst in Form von Kompotten ist reizarm und entlastet den Darm im Gegensatz zu Rohkost. Daneben werden Reis, Graupen, Kräuter, Grieß, getrocknete Pflaumen und Aprikosen sowie Kurgebäck gereicht. Dadurch wird ein hoher Vitamin- und Mineralstoffgehalt gewährleistet.
Die ersten Tage erfordern hierbei sicherlich Disziplin, was jedoch nach einiger Zeit dazu führt, dass der Körper den größten Teil seiner Energie auf die „Entschlackung“ und Entgiftung konzentriert. Das Hungergefühl lässt nach und verschwindet beinahe ganz.
Die Schrothkur kann und darf auf keinen Fall mit sogenannten Schlankheitsdiäten oder Schlankheitskuren verglichen werden, wenn auch der Gewichtsverlust eine angenehme Nebenerscheinung ist. Die Schroth'sche Diät stellt keine langfristig einzuhaltende Kostform dar.
2. Schroth'sche Packung
Täglich außer Sonntags wird der Gast von eigens hierfür ausgebildeten PackerinInnen in den frühen Morgenstunden (ab 4.00 Uhr) mit einer Tasse heißem Kräutertee geweckt. Circa 10 Minuten Später wird der von der Nachtruhe durchwärmte Körper in ein feuchtkaltes Leintuch gewickelt und mit trockenen warmen Packbetten zugedeckt. Um eine rasche Erwärmung zu erzielen, werden bis zu 3 Wärmflaschen mit in die Packung gegeben. Damit sich die Wärme stauen kann, wird die Packung idealer Weise mit 2 Bändern gebunden.
Wirkung der Packung:
- Anstieg der Körpertemperatur
- Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte
- Wachstumshemmung auf Bakterien, Förderung des Bakterienzerfalls
- Schmerzlindernd, krampflösend
- Beruhigend und ausgleichend auf die inneren Organe
- Chronisch-entzündliche Veränderungen werden aktiviert und damit einer Resorption zugeführt
- Die Haut wird trainiert, belebt und gekräftigt
- Ausscheidung von Stoffwechselschlacken sowie körperfremder Substanzen wie Quecksilber, Chemikalien und Medikamente. Die Haut ist die „dritte Niere“.
Während die Packung anfangs ungewohnt erscheint, entwickelt sie sich im Laufe der Kur in der Regel zu einem bewusst wahr genommenen und angenehm empfundenen Entgiftungsprozess.
3. Die Schroth'sche Trinkverordnung
Der rhythmische Wechsel der individuell vom Kurarzt verordneten Flüssigkeitsmenge gibt dem Körper und dem Selbstheilungsprozess einen zusätzlichen Impuls und unterstützt somit die „Gewebsdrainage“ im Organismus. Während der Trockentage entsteht ein Sog aus dem Zwischengewebe in das leicht dickflüssigere Blut. Am Trinktag werden dann die herausgelösten Substanzen ausgeschieden.
Kurgetränk kann neben Mineralwasser, Tee und Säften auch trockener Kurwein in moderaten Mengen sein. Dieser wird wie die individuell benötigte Flüssigkeitsmenge, je nach Krankheitsbild ärztlich verordnet. Der Wein ist jedoch keineswegs zwingend vorgeschrieben.
Der gesundheitsfördernde Effekt des moderaten Weinkonsums:
- Stoffwechselsteigernd
- Durchblutungsfördernd
- Hemmend auf das Bakterienwachstum im Darm
- Reich an Mineralstoffen
- Psychisch aufhellend
- Steigernd auf das HDL-Cholesterin (das gute Cholesterin)
- Reich an Antioxidantien und damit vorbeugend gegen Herzinfarkt
- Besserung der Fließeigenschaften des Blutes
4. Ruhe und Bewegung
Der Wechsel von Ruhe und Bewegung in Zusammenhang mit dem Wechsel der Flüssigkeitsmenge unterstützt den Entgiftungsprozess und steigert gleichzeitig das seelische Wohlbefinden.
Die Ruhephase, die sich am Trockentag anbietet, gibt dem Körper die Möglichkeit zur intensiven Regeneration. Entspannungstechniken, Massagen oder Spaziergänge bauen Stress ab und geben die Möglichkeit, sich auf den eigenen Körper zu konzentrieren.
Die Bewegung an den Trinktagen regt den Stoffwechsel an und sorgt für zusätzlichen Fettabbau. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass die Aktivitäten im aeroben Bereich statt finden, das heißt der Körper nicht überlastet wird. Der Fettabbau wird dadurch optimiert. Können Sie sich bei den sportlichen Betätigungen problemlos unterhalten, ist das ein Zeichen dafür, dass Sie sich im aeroben Bereich befinden. Die moderate Bewegung wirkt außerdem dem Eiweißabbau in den Muskeln und speziell auch am Herzen entgegen.

Trinkkur
Die meisten Menschen trinken nur, wenn sie Durst haben. Falsch, warnen Ernährungswissenschaftler. Der Durst ist ein verspätetes Warnsignal des Körpers. Wer Durst verspürt, hat bereits deutlich zu wenig getrunken. Dadurch sinkt die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Müdigkeit und Konzentrationsprobleme können die Folgen sein. Nur wer ausreichend trinkt, bleibt fit. Mineralwasser ist der ideale Durstlöscher. Es liefert dem Körper nicht nur die notwendige Flüssigkeit. Die enthaltenen Mineralien und Spurenelemente unterstützen wichtige Körperfunktionen.
Mehrwert im Mineralwasser
Mineralien und Spurenelemente sind Stoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann, aber dringend benötigt. Der Organismus scheidet sie mit Harn und Schweiß ständig aus. Beide sorgen für gesunde Zähne und Knochen, Blutgerinnung oder die Funktion der Nerven. Natürliches Mineralwasser enthält Mineralstoffe und Spurenelemente in gelöster Form. So kann der Körper sie besonders gut aufnehmen. Spurenelemente benötigt der Organismus aber im Gegensatz zu Mineralstoffen nur in ganz geringen Mengen. Einen erhöhten Bedarf an Mineralstoffen haben Schwangere, Stillende und Sportler. Aber auch manche Diäten, Medikamente oder übermäßiger Alkoholkonsum können zu Mineralstoffmangel führen.
Kurz gesagt… natürliches Mineralwasser:
- stammt aus unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten, ursprünglich reinen Wasservorkommen
- muss von ursprünglicher Reinheit sein
- enthält von Natur aus Mineralstoffe
- muss direkt an der Quelle abgefüllt werden
- benötigt eine amtliche Anerkennung (als einziges Lebensmittel in Deutschland)
Gesund sein und sich wohlfühlen: Natürlich heilen mit Wasser!
Seit der Antike gibt es die Kultur der Trinkkuren in Verbindung mit „heilendem Wasser“. So wurde bereits im ersten Jahrhundert n.Chr. über verschiedene Wasserarten und deren Heilwirkungen berichtet. Später ließen sich an diesen Mineralquellen-Kurorten Ärzte nieder, um Trinkkuren und Anwendungen zu überwachen. Es entstand der Beruf des Kurarztes und die Balneologie – die Bäder- und Heilquellenkunde. Heute ist die Balneologie ein wichtiger Zweig der medizinischen Wissenschaft und Trinkkuren sind fester Bestandteil der medizinischen Prophylaxe und Therapie.
Vom Regenwasser zum Heilwasser
Die oft gestellte Frage, wie die unterschiedlichsten Heilwässer entstehen, lässt sich anschaulich am Wasserkreislauf der Erde erklären: Regenwasser dringt in die Erde ein, durchsickert verschiedene Gesteinsarten und reichert sich in tiefen Erdschichten mit Mineralien an. Durchfließt es vulkanisches Gestein nimmt es Kohlensäure auf, aus Kalkstein Hydrogencarbonat und aus mineralischem Gestein Natrium, Calcium oder Magnesium. Je nach geologischer Beschaffenheit ist das Ergebnis also unverwechselbar.
Heilwasser ein Geschenk der Natur
Bei einer Vielzahl von Beschwerden hat es als Naturheilmittel eine heilende, lindernde oder vorbeugende Wirkung. Die Wirksamkeit der bekömmlichen Gesundheitswässer ist wissenschaftlich nachgewiesen, deshalb sind Kontrollen bei der Flaschenabfüllung eines Heilwassers besonders streng, eine Beratung über die Wirksamkeit vor einer Trinkkur unerlässlich. Heilwässer sind keine Lebensmittel. Ihre Mineralien und Spurenelemente sind vielseitig: Natrium zum Beispiel gibt verlorene Salze zurück, Magnesium ist der Kraftstoff fürs Herz und schützt gleichzeitig vor Muskelkater und Muskelkrämpfen, die Reihe der gesunden Inhaltsstoffe lässt sich beliebig fortsetzten.
Trinken – Baden – Inhalieren
Heilwässer sind in ihrer Verwendung so vielseitig wie ihre Inhaltsstoffe.
- Für eine wirksame Trinkkur sind über einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen täglich 100 bis 1500 Mililiter empfohlen, nach Absprache mit dem Arzt, um Kontraindikationen auszuschließen.
- Als Voll-, Teil-, und Bewegungsbäder werden die gesunden Inhalte direkt von der Haut aufgenommen und beeinflussen zum Beispiel den Stoffwechsel, vegetative Funktionen und stimulieren die Bildung von Hormonen.
- Ein wichtiger Wirkfaktor bei Thermal- Bewegungsbädern ist die Wassertemperatur von bis zu 34 Grad. Körperliches Training der Muskulatur, Stoffwechsels und Herzzirkulation ist intensiver und zugleich entlastend auf Grund der hohen Wasserdichte.
- Vernebelte Heilwasser zum Beispiel in einem Gradierwerk dringt tief in die Atemwege ein und verspricht Linderung.

Vater-/Mutter-Kind-Kur
Häufig tragen Mütter die Hauptlast in der Familie. Viele sind mit dieser Situation überfordert. Die Folgen sind seelische und körperliche Beschwerden. Nicht selten werden hierdurch auch die Kinder krank. Mit einer Vater-/Mutter-Kind-Kur finden Sie den Ausweg aus Überlastung und Krankheit – durch Therapieangebote, die auf Sie zugeschnitten sind und eine Kinderbetreuung, bei der Sie sich entspannt zurücklehnen können.
Was ist eine Vater-/Mutter-Kind-Kur?
- Die Vater-/Mutter-Kind-Kur (oder auch Stationäre Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahmen gemäß §§ 24 und 41 SGB V genannt) ist eine medizinische Leistung, die von den Krankenkassen finanziert wird und drei Wochen dauert. Die sind prall gefüllt mit Gruppen- und Einzelgesprächen, Bewegungsprogramm, Ernährungsberatung, Entspannungsverfahren usw.
- Ein Team aus Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten, Pädagogen, Ernährungsberatern und Erziehern kümmert sich um Elternteil und Kinder.
- Die häufigsten Erkrankungen, mit denen Frauen in Mutter-Kind-Kliniken aufgenommen werden, sind Erkrankungen des Bewegungsapparates, psychosomatische Erkrankungen (z.B. Depressionen, Anpassungsstörungen, Burn-out), Atemwegserkrankungen sowie Adipositas.
- Kinder können entweder als gesunde Begleitpersonen mit zur Kur (wenn sie zuhause nicht betreut werden können) oder sie werden mitbehandelt. Bei ihnen äußern sich häufig Krankheiten des Atmungssystems, Infektanfälligkeit, Verhaltensstörungen (z.B. ADHS), Krankheiten der Haut und des Bewegungsapparates.
- Unterschieden wird zwischen Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen. Bei Vorsorgemaßnahmen steht die Beeinflussung von so genannten Risikofaktoren (z.B. Übergewicht, Bewegungsmangel) im Vordergrund, bei Rehabilitationsmaßnahmen das Zurechtkommen und Verbessern der Folgen eines bereits eingetretenen gesundheitlichen Schadens.
Vater/Mutter-Kind-Kuren sind nicht als Urlaub auf Krankenschein gedacht, sondern als Hilfe zur Selbsthilfe. Im Rahmen der Kur sollen Anregungen gegeben und Techniken erlernt werden, mit denen nach Beendigung der Kur eine Besserung langfristig sichergestellt werden kann. Der Anspruch auf eine Kur besteht alle 4 Jahre, wobei die Krankenkassen die Kosten bis auf eine Selbstbeteiligung von 10 Euro pro Tag bei Erwachsenen übernehmen. Dazu kommt eine Fahrtkostenbeteiligung. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch alle Zuzahlungen teilweise oder ganz übernommen werden. Privat Versicherte können in der Regel nur eine Vater/Mutter-Kind-Kur beantragen, wenn Sie dafür eine Zusatzversicherung abgeschlossen haben.
Für die Kur dürfen vom Arbeitgeber übrigens keine Urlaubstage angerechnet werden, allerdings kann es - je nach betrieblicher Vereinbarung - zur Kürzung der Lohnfortzahlung kommen.
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